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Superfood Brennnessel

Zugegeben, niemand käme wohl ohne weiters auf den Gedanken, Brennnesseln zu den Superfoods zu zählen. Es dürfte keinen geben, der nicht schon einmal unliebsame Bekanntschaft mit dem als Unkraut bekannten Gewächs gemacht hat. Schon eine leichte Berührung verursacht brennende Schmerzen und erzeugt Quaddeln auf der Haut. Schuld daran sind die feinen Brennhärchen, die sich zumeist auf der Oberseite der Blätter befinden. Berührt man die Brennhaare, brechen diese ab. Die Bruchkante hat die Form einer Kanülenspitze und dring sofort in die Haut ein. Dort geben sie unter anderem Ameisensäure und Enzyme ab, die zu heftigen Hautreaktionen führen können.

Abgesehen von diesen unliebsamen Begleiterscheinungen ist die Brennnessel eine wahre Wunderpflanze.

Altbekanntes Hausmittel

Schon seit der Antike und vielleicht noch viel früher sind Brennnessel als Heil- und Wunderkraut bekannt – ob getrocknet als Tee, zum „Liebestrunk“ gebrüht oder sogar als Haarkur. Im Mittelalter vertrauten die Menschen bei Rheuma und Gelenkproblemen auf heilende Brennnesselpritschen. Viele dieser gesundheitlichen Wirkungen sind heute wissenschaftlich bewiesen. Demnach ist Brennnessel ein wirksames Mittel gegen Arthrose, Arthritis und hilft bei Blasenproblemen. Sie wirkt harntreibend und durchblutungsfördernd und hat eine positive Wirkung auf Leber und Galle. Wer also häufig unter Harnwegsinfekten leidet, kann mit Brennnesseltee Krankheitskeime ausschwemmen und Nieren, Blase und Harnwege durchspülen.

Vor allem die enthaltenen Flavonoide, sekundäre Pflanzenstoffe, hemmen entzündungsfördernde Vorgänge in Ihrem Körper. Deshalb können Sie beispielsweise bei Rheuma oder auch Gelenkerkrankungen von dem heimischen Superfood profitieren.

Die harntreibende Wirkung kann man sich für eine Entschlackungskur zu Nutzen machen. Entweder mittels Brennnesseltee oder Brennnesselsaft. Diesen erhalten Sie neben weiteren Fertigpräparaten in der Apotheke.

Was steckt drin?

Was noch beeindruckender ist, als die Heilwirkung der Brennnessel, sind ihre Inhaltsstoffe. In Brennnesseln steckt, je nach Art, zwei- bis viermal mehr Eisen als in vergleichbaren Mengen an Rindersteaks und doppelt so viel wie in Spinat. Außerdem wartet das Wildkraut mit einer ordentlichen Portion Calcium (das Sechsfache von Milch), Vitamin C (300mg/100g – das entspricht dem Zehnfachen von Spinat), Vitamin A (fast so gut wie Karotten), Kalium, Magnesium und Natrium auf.

Nebenwirkungen möglich

Brennnesseln sind nicht für jeden zu empfehlen. Wer unter einer eingeschränkten Herz- oder Nierenfunktion leidet, sollte auf Brennnesseln verzichten oder zumindest den Arzt vorab fragen. Der harntreibende Effekt könnte nämlich den Organismus überfordern. Auch eine Überdosierung sollten Sie vermeiden: Mehr als 12 Gramm Blätter oder 6 Gramm Wurzel täglich können Durchfall verursachen.

Was tun bei Brennnessel-Verbrennung?

Haben Sie aus Versehen eine Brennnessel gestreift, dann bilden sich auf Ihrer Haut rote Quaddeln. Man sagt für gewöhnlich, dass man sich „verbrannt“ hat. Es ist aber keine Verbrennung im eigentlichen Sinne. Es handelt sich vielmehr um eine Hautreizung. Schuld daran sind die in den Brennhaaren enthaltenen Nesselgifte. Bleiben diese in der Haut stecken, kann man sie mithilfe eines Klebestreifens entfernen. Waschen Sie die verbrannte Stelle vorsichtig mit fließendem, lauwarmen Wasser. Reiben Sie anschließend eine Aloe-Vera-Salbe auf die verbrannte Hautstelle. Das kühlt und lindert Schmerz und Juckreiz.

Mit dem Nudelholz bearbeiten

Wer jemals Spinat gekocht hat, der wird bei der Zubereitung von Brennnessel keine Probleme haben. Wie wäre es mit einem leckeren Brennnessel-Spinat. Aber auch als Brennnessel-Pesto, im Risotto oder frisch als Salat machen Brennnesseln eine tolle Figur. Über das Nesselgift braucht man sich keine Sorgen zu machen: Beim Blanchieren oder Garen verflüchtigt es sich, genauso wie im Salat. Wer ganz sichergehen möchte, kann das frisch geerntete Wildkraut in ein Küchentuch einschlagen und ein paar Mal mit dem Nudelholz überrollen. Dabei werden die Nesselhaare zerstört und somit unschädlich.

Rezepttipp: Brennnesselsuppe

Zutaten

  • 300 g frische Brennnesselblätter
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Stange Lauch
  • 1 Kartoffel
  • 500 ml Gemüsebrühe

Zubereitung

  1. Kleingehackte Zwiebel und den Knoblauch in etwas Öl andünsten.
  2. Fügen Sie die Brennnesselblätter und den in Ringe geschnittenen Lauch hinzu und lassen Sie alles solange schmoren, bis die Blätter zusammengefallen sind.
  3. Mischen Sie dann die gewürfelte Kartoffel unter und gießen Sie die Brühe auf.
  4. Lassen Sie die Suppe 30 Minuten leicht köcheln.
  5. Zum Schluss die Suppe pürieren und mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken.
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