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Honig - gesundes, flüssiges Gold

Kann man den Morgen köstlicher beginnen, als mit einem leckeren Honigbrot? Honig ist nicht nur ein beliebter Brotaufstrich für Jung und Alt, er ist eine natürliche und gesunde Alternative zum Zucker. Der goldene Blütensaft kann aber noch viel mehr. Honig wird seit der Antike als Naturheilmittel zur Behandlung von inneren und äußeren Erkrankungen verwendet.

Bereits in der griechischen Mythologie galt Honig als „Trank der Götter“. Hippokrates als bekanntester Arzt der Antike setzte Honig erstmalig als Naturmedizin ein. Für ihn galt Honig, dank seiner antibakteriellen, entzündungshemmenden und antiseptischen Wirkung, als Allheilmittel.

Anwendungsbereiche

Jedem dürfte das warme Glas Milch mit Honig als Hausmittel gegen Husten, Halsschmerzen und Einschlafprobleme bekannt sein.

Als bewährtes ist vor allem die warme Milch mit Honig bekannt, die gegen Husten und Halsschmerzen und zudem bei Einschlafproblemen helfen soll. Experten sind jedoch der Ansicht, dass ein Tee mit Honig deutlich effektiver sein kann. Wichtig ist nicht zu heiß zu machen. Bei Temperaturen über 40° C verliert Honig einen Großteil seiner heilenden Wirkung.

Auch zur Behandlung von Wunden, Entzündungen und Verbrennungen, Verdauungs- und Magenproblemen, Fieber und Erkältungserscheinungen, Kopfschmerzen oder Schwellungen kann Honig als Therapie unterstützend eingenommen, bzw. aufgetragen werden.

Was steckt drin im Honig?

Zum größten Teil besteht er aus Frucht- und Traubenzucker. Die Zusammensetzung kann, je nach Sorte, sehr unterschiedlich sein. Ein weiterer Bestandteil ist Wasser sowie etwa 200 in kleinsten Mengen enthaltene Stoffe, darunter Enzyme, Mineralstoffe und Spurenelemente und Vitamine. Bei regelmäßigem Verzehr tragen sie dazu bei, das Immunsystem zu stärken. Außerdem wirkt Honig gegen freie Radikale und trägt dazu bei, dass Krankheiten gar nicht erst entstehen können.

Für die antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung ist zum einen der hohe Anteil an Zucker verantwortlich. Zum anderen sorgt das Enzym Glukoseoxydase dafür, dass ständig das desinfizierende Wasserstoffperoxid produziert wird. Zucker und Wasserstoffperoxid tragen dazu bei, die Vermehrung von Krankheitserreger grundlegend zu stören und deren Ausbreitung zu verhindern.

Schon gewusst?

Um einen Liter Honig zu sammeln, benötigen Honigbienen 10.000 Stunden und fliegen dafür etwa 10 Millionen Blüten an. Nicht ohne Grund gibt es daher die Bezeichnung „Fleißig wie eine Biene“.

Welcher Honig ist der richtige?

Die Farbe eines Honigs kann zwischen weiß bis hellgelb, gelb, beigefarben, braun und grünschwarz variieren. Die Konsistenz von Honig reicht von dünnflüssig über cremig bis fest. Sie hängt vom Fructose-Glucose-Verhältnis ab und davon, wie der Honig weiterverarbeitet und gelagert wird. Bei längerer Lagerung kann flüssiger Honig auskristallisieren und damit fest werden. Abzuraten ist von Honigen, die hoch erhitzt wurden, um sie dauerhalt flüssig zu halten. Bei diesem Prozess werden viele Inhaltsstoffe zerstört, die den Honig so gesund machen. Beim Kauf von Honig sollte man darauf achten, dass entweder direkt beim Imker gekauft wird oder, wo das nicht möglich ist, im Naturkostladen.

Darauf sollten sie bei der Anwendung von Honig achten!

Auch wenn dem beinahe unbegrenzt haltbaren Honig viele gute und heilende Eigenschaften zugeschrieben werden, gilt dennoch einiges zu beachten:

Kindern unter einem Jahr wird vom Verzehr abgeraten. Honig enthält kleinste Spuren des Bakteriums Clostridium botulium, das bei Säuglingen den lebensbedrohlichen Säuglingsbotulismus, eine Art von Lebensmittelvergiftung, hervorrufen kann. Er äußert sich unter anderem in Verstopfung, Saug- und Schluckstörungen und kann sogar Lähmungserscheinungen hervorrufen.

Wie andere zuckerarten greift Honig die Zähne an und kann so zu Karies führen. Wenn Sie Honig einsetzten, verwenden Sie ihn genau so sparsam wie Kristallzucker, besonders bei Kindern. Honig ist genauso kalorienreich wie herkömmlicher Zucker. Wer abnehmen möchte, hat mit Honig keine Vorteile. Da Honig nicht ganz so süß ist, wie Kristallzucker, wird er meist sehr großzügig verwendet.

 
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